STACHO.STANISLAUS SZYPURA BEI SAATCHI

Vor kurzem entdeckte ich auf der HP von Saatchi eine besondere Möglichkeit. Saatchi ist eine bekannte Kunstgalerie, die global sicher zur Top 10 gehört. Das Angebot besteht darin, das jeder Künstler, im Kontext der Saatchiseite, ein Schaufenster aufbauen kann. So kann ich, mit etwas Glück, ein größeres Publikum ansprechen und vorallem meine Arbeiten und Informationen drum herum präsentieren. Hier kann man eine kleine Anzahl meiner Arbeiten sehen. Ich werde sie periodisch austauschen. Weiterhin gibt es dort Informationen zu aktuellen Ausstellungen und Projekte. Last but not laest findet man hier ein wenig Biographisches. Es ist alles in englisch und deutsch, weil ich hoffe überregionales Publikum zu erreichen. Deshalb möchte ich mich hier ganz herzlich bei DANIE bedanken, für ihre super Übersetzung meiner schrulligen, manchmal eigenartigen Texte. Danie ich danke dir!

Hier der link zu meinem Schaufenster bei Saatchi:

http://www.saatchi-gallery.co.uk

Natürlich nutzt auch Norbert ein Schaufenster bei Saatchi. Hier ist der link:

http://www.saatchi-gallery.co.uk

Norbert wird demnächst einen eigenen Artikel zu seiner Präsenz bei Saatchi schreiben.

Schließlich noch der link zur Saatchi Startseite:

http://www.saatchi-gallery.co.uk/gallery/intro.htm

Rechts in den linklisten sind unter PROJEKTE die Verknüpfungen zu den Schaufenstern. Unter der Rubrik KUNST ist die Verknüpfung zur Saatchi Startseite. Ich hoffe, das ich euch mit meiner Arbeit viel Freude bereite.

 

Und nun etwas ganz, ganz anderes:

Eigentlich ist es gar nichts ganz, ganz anderes. Aber ich machs aus formalen Gründen, wie immer, zweiteilig.

In Kassel, meinem Wohnort, werde ich bis auf weiteres noch 2 dauerhafte Schaufenster haben. Annelie und Helmut Hoppe geben mir die Möglichkeit, in den Räumen ihres Second Hand Mode- und Antiquitätengeschäfts COCO dauerhaft Arbeiten von mir auszustellen. An diesem Ort kann man sich auch mit mir verabreden. Hier die Adresse:

COCO Mode & Antiquitäten

Friedrich-Ebert-Str. 127

34119 Kassel

Tel. 0561-773325

Weiterhin stellt mir Joachim Schulz ( JOJO ) einige Wände seiner Stern-Apotheke am Hauptbahnhof als Schaufenster zur Verfügung. Hier kann sich jeder, der Lust hat, eine kleine Auswahl von Originalen anschauen. Die Adresse:

Stern-Apotheke am Hauptbahnhof

Kurfürstenstr. 10-12

34117 Kassel

Tel. 0561-13442

Selbsrverständlich werde ich auch hier periodisch für Abwechslung sorgen. Ich hoffe, das Angebot wird genutzt und macht Spaß.

Bert befiehlt, ich soll üben!

 

ENDE DES AUSSTELLUNGSMARATHON pAR_cOURS_pAR_aRT VON STACHO SZYPURA

Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei! Oder: nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Sicher gibt es noch mehr dieser Satzzombies. Offiziell war das Ende der 6 Austellungen zum Oktober gedacht. Aber wegen dem physikalischen Gesetz, genannt: MASSENTRÄGHEIT, konnte man bis heute die Bilder geniessen. Auch die trägste Masse muß sich irgendwann doch in Bewegung setzten. So verkünde ich das Ende des Ausstellungsmarathon pAR_cOURS_pAR_aRT!

Insgesamt war es zweifellos ein Erfolg. Reich gesegnet mit einmaligen Erfahrungen ( 6 Austtellungen gleichzeitig werde ich ums Verrecken nie, nie, nie mehr machen! ) hat sich meine Karriere deutlich geklärt und an Richtung gewonnen. Um die gute, solide, mühsame und emsige Arbeit aber, die viele liebe Freunde in das Projekt steckten, dauert es mich doch.

So verkünde ich die Verlängerung von 2 Ausstellungsorten. Nicht nur, weils so schön war, sondern ich will meine Bilder noch etwas länger in der Öffentlichkeit sehen! Die Öffentlichkeit hat es sich wirklich verdient. Bei den beiden Orten handelt es sich um:

1. CoCo - Mode und Antiquitäten - Kassel - Friedrich-Ebert-Str.127 - Mo.-Fr. 10.00-14.00 / 15.00-19-00 / Sa. 10.00-13.00

2. Gartenbau Berufsgenossenschaft - Kassel - Frankfurter-Str. 126 - Mo.-Fr. 7.00-15.30

An diesen 2 Orten kann jeder meine Kunst noch bis Anfang 2008 geniessen. Dann verspreche ich hoch und heilig das wahre, endgültige Ende! Oder? ? ?

Hier noch ein paar Einblicke in die Arbeit des Sommers:

Und nun etwas ganz, ganz anderes:

Falls es jemand vergessen haben sollte, möchte ich nochmal an Norbert Fleischers aktuelle Ausstellung im Stadtcafe erinnern. Hier der offizielle Flyer:

Bert befiehlt, ich soll üben!

KALTER KAFFEE, NEU AUFGEWÄRMT! EXTRA HEISS!

Immer wieder denke ich an einen satirischen Text, den ich vor 2 Jahren zu Uwes 50. Geburtstag geschrieben habe. Dieser Text geht über seinen Zweck als Geburtstagüberraschung hinaus. Er ist gleichzeitig ein grundsätzlches Statement zu meiner Serie: Mensch als persönlicher Raum. Deshalb hab ich mich entschlossen, ihn zu veröffentlichen. Also:

UNENDLICHKEITSANNÄHERUNG
Untertiel: Keine Laudatio, eher die unbeholfene Imitation einer solchen;
aber eine Humoreske, mit deutlichen Erscheinungen von Uwe Bartholomäe.
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Ein einmaliger Mensch,
ein einmaliger Tag,
eine einmalige Zahl: 50 !
Uwe ist die Singularität, in der sich heute diese Einmaligkeiten treffen. Man bat mich um einen Beitrag zu dieser Feier. Spontan kam man auf eine Darbietung am Klavier. Das mußte ich aber um meines Seeleheils und extremer Schüchternheit willen ablehnen. Ja, dann könnte ich doch einen Text verfassen. So was lustiges; so was wie die Van Dammen Geschichte, die wir heute hörten.
(die wir heute noch hören werden.)
Nun gut, sagte ich. Ach hätte ich doch lieber das Publikum und Klavier gequält und mein Seelenheil nicht so übertrieben wichtig genommen. Wie sollte (kann)? ich mich nur diesen Einmaligkeiten namens Uwe Bartholomäe nähern?
Ein neuer Raum der Qual tat sich auf. Die mir sattsam bekannte Hölle der gelungenen oder mißlungenen Einbildung.
WAS ! In Gottes Namen FÄLLT MIR eigentlich EIN, den Uwe zu beschreiben?
Als Künstler besitze ich, nicht zu knapp, das, was man Imagination, was man Eingebildet sein nennt. Um gute Bilder zu malen setze ich diese Kraft auch hemmungs- und gnadenlos ein.
Aber in einem Text zu Uwes 50. Geburtstag war natürlich äußerste Sensibilität und Behutsamkeit angesagt. So konnte ich meine üblichen dekonstruktivistischen Manöver: solange auf Formen,Techniken, Inhalte und Ideen rum zu hämmern, bis was Spannendes, Überraschendes und Originelles heraus kommt, nur bedingt und auf keinen Fall zügellos einsetzen. Also war ich doch wieder in der Position des performenden Akrobaten. Jeder Punkt dieser Schrift war ein Drahtseilakt, ein Eiertanz. Wahlweise hatte ich nun die Optionen: Absturz oder Rührei. Um diesem Dilemma zu entkommen, kam ich zu dem Entschluß: gut geklaut ist halb gewonnen.( Übrigends ein Grungsatz meines zutiefst verehrten Vorbild Picasso.) Und da ich mich am liebsten selber beklaue, nehme ich Portraits von Uwe zum Thema dieses Textes.
Wir sehen hier ein Bild von Uwe, auf den er zwei mal erscheint.Weiterhin sehen wir Uwe auf einem anderen Bild als dreifache Erscheinung.

Ist er das, oder ist er das nicht?
Ist das eine gültige Beschreibung von ihm, oder exzessives Eingebildetsein eines durchgeknallten Künstlers?
Sind das überhaupt die richtigen Fragen, die uns Uwe näher bringen könnten? (weiter)

GELUNGENE ERÖFFNUNG DER AUSSTELLUNG_mixed_media_

ES ist vollbracht! Norbert ist mit seiner Kunst in der Öffentlichkeit angekommen. Endlich! Der sehr familiäre Kreis von 20 lieben Menschen machte es sich in der sensiblen, friedlichen und sinnlichen Energie von Norberts Kunstwerken gemütlich. Nichts von dramatisch, gespannter Atmosphäre, die bei meinen Ausstellungseröffnungen üblich ist. Keiner hat hyperventiliert, ist in Ohnmacht gefallen oder hat einen Nervenzusammenbruch in Erwägung gezogen. Vielleicht sollte ich mir ein Beispiel an Norbert nehmen und den Stil meiner Ausstellungseröffnungen überdenken?

Mich hat besonders gefreut, 3 unerwartete Gäste zur Vernissage zu sehen. Bob und Bärbel sind extra aus Buxtehude angereist. Und Zenyp scheute nicht die Mühe von Wien nach Kassel zu kommen. Susanne und Dirk Kapustas Engagement war wie immer nicht nur profesionell, sondern ausgesprochen freundschaftlich. Herzlichen Dank. So wurde Norberts Kunst von liebevollen Menschen freundlich aus dem Keller in die Öffentlichkeit begleitet. Alles in allem war es eine besonders schöne Ausstellungseröffnung.

Meinen besonderen Dank möchte ich hier Heiko Musiatowski aussprechen. Er hat wiedermal eine tolle Fotodokumentation zu dieser Vernissage geschossen. Hier nun ein paar Eindrücke:

In Norberts Blog und in den Alben gibt es noch mehr Fotos.

P.S. mein altägyptisch ist wirklich nicht das Beste!

ZUR AUSSTELLUNG_mixed_media_VON NORBERT FLEISCHER IM STADTCAFE KASSEL TREPPENSTR.1 VOM 26.10.-15.12.007

Eine Kurzbiographie zu Norbert:

Norbert Fleischer, 1955 in Darmstadt geboren, wuchs ganz selbstverständlich in einem von Kunst und Kultur geprägten Umfeld auf. Sein Vater war Hausmeister in der Kunsthalle in Darmstadt und verantwortlich für die technische Organisation der laufenden Ausstellungen. So waren Kunst und freundschaftliche Kontakte mit zeitgenössischen Künstlern für ihn ganz natürlich.

Ansonsten verlief seine Jugend mit Realschule und Abschluß einer Metallerlehre ganz konventionell.

1976 zog er nach Kassel, wo er seitdem lebt. Zu dieser Zeit entschloß er sich zu einem unkonventionellen Künstlerleben.

Es folgten Kontakte und intensiver Austausch mit der lokalen Künstlerszene mit Schwerpunkt bildender Kunst. Ab 1980 nahm er sein Interesse an Metallarbeiten wieder auf. Er erweiterte seine Erfahrungen auf Kunsthandwerk und Design. Hauptsächlich bildete Norbert sich autodidaktisch als Goldschmied aus.

Hier ein kurzes Statement zu den ausgestellte Werken:

Norbert Fleischers Werk ist das Resultat einer spannungsreichen, doch auch ruhigen und friedfertigen Arbeit, die Kraft und Vitalität ausdrückt. Die Kunstwerke zeigen ein sinnliches Spiel mit erdhaften Stoffen. Dieses Spiel mit Sand, Erde, Edelsteinpulver, Gewürzen, Wachs und vielen anderen Stoffen, die zu Bildern, Reliefs und Skulpturen organisch wachsen, ist mehr als ein Ausdruck von wissenschaftlicher Neugier an Chemie. Diese Erfahrungen und Erkenntnisse beziehen seine Subjektivität ausdrücklich mit ein. Die künstlerischen Manöver kann man durchaus mit den Taten der Schamanen vergleichen. Wie auch in magischen Praktiken ist Spiritualität, Selbst- und Welterkenntnis zentrale Absicht.

Auch der Wachstumsprozess ist mindestens so wichtig wie das endgültige Werk. Es ist seine Absicht, das die Werke auch nach ihrer Fertigstellung weiter arbeiten. Ziel ist das Sichtbarmachen eines unendlichen Prozesses. Spiritualität, Heilsein, sinnliche und seelische Erfahrung will er durch seine Kunst mit anderen Menschen teilen.

So sieht er Kommunikation auch als Stoffwechsel, - wenn auch über einen erdhaften hinausgehenden -, immateriellen, geistigen und seelischen Stoffwechsel.

Dies waren einige Informationen zum Einstimmen. Ich bin mir sicher das Norberts Ausstellung eine angenehme und inspirierende Erfahrung ist. Hier noch ein kleiner Einblick in Norberts Schaffen als Plastiker:

Nun etwas ganz, ganz anderes:

Ich bin sooooooooooooo hypnotisiert von Norberts Ausstellung, daß mir echt nichts, aber auch gar nichts ganz, ganz anderes einfällt. Also herzliche Grüße und Alles Liebe

Stacho

Bert befiehlt, ich soll üben!

Norbert macht eine Ausstellung im Stadtcafe Kassel. Jucheee nochmal!

Ich kann es kaum glauben. Endlich läßt uns Norbert Fleischer an seiner beeindruckenden Kunst teilhaben.

Am Freitag den 26. Oktober 2007 um 19.00 Uhr wird im Stadtcafe Kassel eine Ausstellung, mit Bildern und Reliefs von Norbert eröffnet. Alle die Interesse an guter Bildkunst haben sind herzlich eingeladen. Wer zur Eröffnung nicht kann, hat die Möglichkeit sich die Bilder bis Ende Dezember am oben genannten Ort auch später anzuschauen. Weiter Informationen folgen auf Norberts Blog, auf der art 5212 Seite und in meinem Blog. Vorerst eine kleine Kostprobe:

Nun etwas ganz, ganz anderes:

Bert befiehlt, ich soll üben!

Bild der Frau aus 500 Jahren

Diesen Clip fand ich vor kurzem im Net:

http://kulturmanagement.wordpress.com/2007/08/12/

frauenportraits-der-letzten-funfhundert-jahre/

Ihr findet ihn auch rechts unter der Kategorie Kunst.

Mich hat der Clip so begeistert, dass ich mit diesem Artikel ausdrücklich auf ihn aufmerksam machen will. Wie man in ein paar Minuten, ohne ein einziges Wort, den Geist von 500 Jahren westlicher Malerei konzentriert anschaulich machen kann, find ich phänomenal. Der unglaubliche Reichtum an tiefen Gefühlen ist unendlich schön und an keiner Stelle kitschig. Wie die Technik des Morphings auch noch die Verbundenheit und das Fließen von Gefühlen erfahrbar macht hat mich umgehauen. Dieser Clip ist nicht nur eine intensive Lektion über Malerei, sondern zeigt große Kunst in einer eigenen künstlerischen Form.

Nun etwas ganz, ganz anderes:

Hier ein Beitrag zu der fast schon langweiligen (gähn) Idee:

DER VERLAUF DER ZEIT!

Bert befiehlt, ich soll üben!

Mein erster Documentabesuch

Nach 2 Monaten, in denen ich fast ausschließlich mit meinen Ausstellungen beschäftigt war, hatte ich endlich die Muße mit Norbert die Documenta zu besuchen.

Ich war ehrlich überrascht, dass ich überrascht war. Einiges, sehr weniges, hat mich spontan begeistert. Vieles, sehr vieles, fand ich anregend und interessant. Einiges, sehr weniges, fand ich absolut nichtssagend. Das ist doch eine gute Bilanz!

Nach den letzten beiden Documenten, die ich viel zu kopflastig fand, erlebte ich diese Documenta in ihrer Mischung von Intellekt, Gefühl und Sinnlichkeit, als ausgewogen. Vor allem in Erinnerung an die David Documenta war ich positiv überrascht. Obwohl die David Documenta mir größten Respekt abverlangte. Grundsätzlich liebe ich Kunstwerke und Ausstellungen mit tiefen und komplexen gedanklichen Dimensionen. Die Konsequenz und Radikalität der Documenta 10, in Bezug auf tiefe und komplexe Intellektualität und deren despotische Dominanz, hat es mir leider unmöglich gemacht, mehr als ein dutzend Kunstwerke überhaupt zu verstehen und dann erst genießen zu können. Retrospektiv empfand ich sie als brillante Inhaltsangabe eines sehr, sehr gründlichen und umfassenden Hochschulstudium für Kunsttheorie und Kunstphilosohpie. Ich befürchtete schon wieder die elende Anstrengung, quasi ein Studium einlegen zu müssen, um mir einen Hauch von Verstehen, und als Belohnung: mehr oder weniger trockenen Genuß, hart erarbeiten zu müssen.Deshalb war ich erfreut, durch die Documenta 12 gehen zu können ohne ein einziges mal in einen Katalog oder Beiheft gucken zu müssen und trotzdem in einem permanenten Austausch mit den Kunstwerken zu stehen. Die einzigen Informationen, die ich wichtig fand und die mir fehlten, fand ich alle auf den Tafeln neben den Werken. Nämlich die Materialien und die Entstehungsdaten.

Diese Informationen und die Tatsache, dass über die Hälfte der Positionen nicht zeitgenössig sind, brachten mich dann auch zur Reflexion des Grundkonzepts der Buergel Documenta. Die 3 Grundfragen dieser Documenta und die sekundären Ideen, wie z.B.: die Migration der Form-, fand ich relativ beliebig und irrelevant zu dem, was ich auf der Documenta erlebte. Sebstverständlich kann mann übersehene oder nicht intensiv gewürdigte Positionen der Kunstgeschichte in solchen Maße in eine Documenta integrieren. Aber meiner Meinung nach muß man diese Absicht nicht durch Statements wie: Ist die Moderne unsere Klassik, oder: Migration der Form-, rechtfertigen. Wenn Buergel im aktuellen Kunstgeschehen zu wenig exponierte Kunstwerke gefunden hat, oder der inflationären Präsens der Stars der aktuellen Kunstszene überdrüssig ist, und er die Hälfte der Documenta mit einer Sammlung tradierter Museumsstücke besetzt, so spricht diese Idee für sich. Und wenn sie funktioniert, um so besser.

Für mich hat sie erstaunlich gut funktioniert. Gerade die Positionen aus vergangenen Gegenwarten haben meine ganz persönlichen Ansprüche, die ich an große Kunst stelle erfüllt: Gedankentiefe bis zur Inspiration, emotionaler Reichtum und Gefühlstiefe und selbstverständlich einen sinnlichen, sexy Körper, der die immaterielle Dimension des Kunstwerks nicht nur zum Ausdruck bringt, sondern auch eine ganzheitliche Erfahrung davon ermöglicht.

Dieser Anspruch, den ich an gute Kunst stelle: intelligent bis geistreich zu sein,- Seele-Gefühl zu haben und zu erlauben- und zu letzt körperlich, wenn möglich sexy zu sein, hat sich für mich beim Erleben sehr vieler Kunstwerke auf dieser Documenta 12 erfüllt. Da kann ich doch zufrieden sein.

Deshalb werde ich auch den in diesem Blog angekündigten, ernsthaften Kommentar zum theoretischen Konzept der Documenta 12 NICHT schreiben. Nach meinen ersten Eindruck der Documenta bin ich der Meinung, dass man sich die Fragen von Buergel stellen kann, aber man kann es auch lassen. Ich halte sie für obligatorisches intellektuelles Dekor. Deshalb lasse ich es. Dank an Herrn Buergel für so viel Lässigkeit.

Aber eins kann ich nur jedem empfehlen: schaut euch unbedingt die Documenta 12 an!!!

Und nun etwas ganz, ganz anderes:

Zwei Jäger gehen durch den Wald mit der Absicht Wild zu jagen. Plötzlich greift sich einer der beiden an den Hals und stürzt zu Boden. Der andere Jäger ruft mit Hilfe seines Handys den Notarzt an: Ich glaub, mein Freund ist tot. Was jetzt?

Der Arzt rät: Beruhigen sie sich! Zunächst müssen sie sicher gehen, dass ihr Freund wirklich tot ist.

Eine kurze Pause tritt ein, dann ist ein Schuß zu hören. Anschließend spricht der Jäger erneut durchs Telefon:

Erledigt, und was nun?

 

Bert befiehlt, ich soll üben!

 

Mein lieber Freund

Heute isses wieder soweit. Ein volles Jahr ist vergangen. Ein neues Volles fängt an.

Eins voller Glück, Gelingen, Liebe, Spannung, Frieden, gutem Sex, Reichtum, Erfüllung, neuem Wissens, Erfahrungen, Erleuchtung, Gesundheit, Entspannung, Tatkraft, fröhlicher Haustiere, bekömmlichen und wohlschmeckenden Essens, zufriedener Väter und Mütter, gut gelaunter Freunde, interessanter Nachrichten, passendem Wetter, intelligenten Politikern, folgsamen Computern, guter, sehr guter Kunst, nicht zu trockenen Rotweins, wohltemperierten Partys, frischer Wäsche, gut gefüllter Konten, glücklicher Menschen und natürlich Nachbarn, mit denens klappt. Eigentlich brauch man es dir nicht wünschen, denn spätestens nach dieser Beschwörundsformel ist dieses übervolle neue Jahr pure Gewissheit. Harry Potter könnte das auch nicht besser. Wenns dir nicht passen sollte, darfst du dich bei mir beschweren.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich für deine Inspiration ganz herzlich bedanken. Eigentlich möchte ich mich einfach dafür bedanken, das du existierst.

Also, lieber Bert, alles Liebe zu deinem Geburtstag wünscht dir Stacho

 Nun etwas gar nicht so ganz, ganz anderes:

Bert befiehlt, ich soll üben!

Rien ne va plus

Die Kugel rollt. Nichts mehr geht. Die Würfel sind gefallen. Der Countdown ist bei Null. Ultimo!

In 2 Wochen wird unwiederruflich, Schlag auf Schlag, eine Stachoausstellung nach der anderen folgen. Der Frontalangriff auf das Kunst- und Kulturverständnis wird gnadenlos geführt. Bereitet euch auf erbarmungslosen Kunstgenuß vor. Es wird harte Zeiten geben. Kunstallergiker seien gewarnt. Es gibt kein Pardon.

Pflichtgemäß werde ich, wie es sich für einen guten Künstler gehört, von Tag zu Tag graduell hysterischer. Ich werde die großen Erwartungen, die an mich gestellt werden, nicht enttäuschen. So, wie es sich für einen narzzistischen Künstler geziemt, werde ich mich entschlossen an den Rand des bodenlosen Abgrunds begeben, den man Nervenzusammenbruch nennt. Ich weiß, was ich euch schulde.

Aber wenn ich mir das ganz genau überlege, glaube ich, dass ich das doch lieber lasse. Eigentlich bin ich ganz anders, aber ich komm nur so selten dazu.

Nun etwas ganz, ganz anderes:

Bert befiehlt, ich soll üben!

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