KALTER KAFFEE, NEU AUFGEWÄRMT! EXTRA HEISS!
Immer wieder denke ich an einen satirischen Text, den ich vor 2 Jahren zu Uwes 50. Geburtstag geschrieben habe. Dieser Text geht über seinen Zweck als Geburtstagüberraschung hinaus. Er ist gleichzeitig ein grundsätzlches Statement zu meiner Serie: Mensch als persönlicher Raum. Deshalb hab ich mich entschlossen, ihn zu veröffentlichen. Also:
UNENDLICHKEITSANNÄHERUNG
Untertiel: Keine Laudatio, eher die unbeholfene Imitation einer solchen;
aber eine Humoreske, mit deutlichen Erscheinungen von Uwe Bartholomäe.
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Ein einmaliger Mensch,
ein einmaliger Tag,
eine einmalige Zahl: 50 !
Uwe ist die Singularität, in der sich heute diese Einmaligkeiten treffen. Man bat mich um einen Beitrag zu dieser Feier. Spontan kam man auf eine Darbietung am Klavier. Das mußte ich aber um meines Seeleheils und extremer Schüchternheit willen ablehnen. Ja, dann könnte ich doch einen Text verfassen. So was lustiges; so was wie die Van Dammen Geschichte, die wir heute hörten.
(die wir heute noch hören werden.)
Nun gut, sagte ich. Ach hätte ich doch lieber das Publikum und Klavier gequält und mein Seelenheil nicht so übertrieben wichtig genommen. Wie sollte (kann)? ich mich nur diesen Einmaligkeiten namens Uwe Bartholomäe nähern?
Ein neuer Raum der Qual tat sich auf. Die mir sattsam bekannte Hölle der gelungenen oder mißlungenen Einbildung.
WAS ! In Gottes Namen FÄLLT MIR eigentlich EIN, den Uwe zu beschreiben?
Als Künstler besitze ich, nicht zu knapp, das, was man Imagination, was man Eingebildet sein nennt. Um gute Bilder zu malen setze ich diese Kraft auch hemmungs- und gnadenlos ein.
Aber in einem Text zu Uwes 50. Geburtstag war natürlich äußerste Sensibilität und Behutsamkeit angesagt. So konnte ich meine üblichen dekonstruktivistischen Manöver: solange auf Formen,Techniken, Inhalte und Ideen rum zu hämmern, bis was Spannendes, Überraschendes und Originelles heraus kommt, nur bedingt und auf keinen Fall zügellos einsetzen. Also war ich doch wieder in der Position des performenden Akrobaten. Jeder Punkt dieser Schrift war ein Drahtseilakt, ein Eiertanz. Wahlweise hatte ich nun die Optionen: Absturz oder Rührei. Um diesem Dilemma zu entkommen, kam ich zu dem Entschluß: gut geklaut ist halb gewonnen.( Übrigends ein Grungsatz meines zutiefst verehrten Vorbild Picasso.) Und da ich mich am liebsten selber beklaue, nehme ich Portraits von Uwe zum Thema dieses Textes.
Wir sehen hier ein Bild von Uwe, auf den er zwei mal erscheint.Weiterhin sehen wir Uwe auf einem anderen Bild als dreifache Erscheinung.
Ist er das, oder ist er das nicht?
Ist das eine gültige Beschreibung von ihm, oder exzessives Eingebildetsein eines durchgeknallten Künstlers?
Sind das überhaupt die richtigen Fragen, die uns Uwe näher bringen könnten?
Ehrlich gesagt: Keine Ahnung! Irgendwie hat mich meine blühende Fantasie hier hergebracht und nun muß ich mit diesen Fragen weitergehen. Da wir heute mit dem leibhaftigen Uwe zusammen sind, können wir einen vergleichenden Blick wagen:
Offensichtlich gibt es hier 6 mal den Uwe. 1 mal in Fleisch und Blut und 5 mal irgend wie anders.
Was ist das Wesentliche dieses – Anderssein -?
Im Gegensatz zu seiner Leibhaftigkeit, wirkt er in den Bildern etwas angegriffen. Irgendwie scheint er nicht so fest und kompakt zu sein, wie wir es gewohnt sind. Irgendwie scheint Raum, scheint Leere ihn zu bedrängen und anzuknabbern. Tatsächlich attackiert ihn hier die Unendlichkeit, die Weite, der Raum.
Es war einmal, in einer ruhigen Begegnung mit Uwe, -- wir saßen entspannt zusammen, es gab nichts zu tun, wir träumten so vor uns hin – da machte ich eine erstaunliche Entdeckung :
Plötzlich erlebte ich Uwe als unendliche, ewige Person. Ich war zutiefst verwirrt. Bis dahin war ich, wie die meisten von uns, der festen Meinung, das nur das, was man anfassen, das was man messen, wägen und genau definieren kann, also das Objektive, real ist.
Alles andere sind Hirngespinnste!
Dieses kleine Märchen, ( oder habe ich das vielleicht wirklich erlebt ) inspirierte mich zu den merkwürdigen Bildern von Uwe. Eigentlich müßten sich die Uwes unendlich fortsetzen. Aber ich war mal wieder zu faul. Und außerdem muß man Menschen Unendlichkeit und Ewigkeit wohl dosiert verabreichen. Sonst verursacht das schnell Schwindelgefühle und Ohrensausen.
Ihr könnt jetzt berechtigt fragen:
Was schwafelt der denn da von einem unendlichen, ewigen Uwe?
Was hat das denn mit seinem einmaligen 50. Geburtstag zu tun?
Hat der Schreiber einen zu großen Schluck Klosterfraumellissengeist genommen, oder hat er ein Psychokeramisches Syndrom? ( lat.-d.h. Sprung in der Schüssel )
Zur Beruhigung:
Mir geht es gut. Und: Ich finde es hat durchaus etwas mit diesem einmaligen Tag zu tun; wenn auch auf eine seltsame Art und Weise.
Das Gegenständliche, -- Uwes Biographie, Temperament, Charakter, Taten u.s.w. -- sind üblicherweise die Themen eines solchen Tages. Ehrlichkeitshalber wollte ich auf keinen Fall das Übliche. Weiterhin sollte dieser Spotlight auf Uwe, ausdrücklich SELTEN beachtete Eigenschaften von Uwe feiern. Ihr könnt einwerfen, das die hier betonten Eigenschaften und Charakteristiken, -- Unendlichkeit und Ewigkeit – einem jedem Menschen zu zuordnen und eigen sind. Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen. Wenn wir die hier betonten Aspekte von Uwe feiern, dann feiern wir nicht nur ihn, sondern jeden einzelnen hier.
Nun werde ich mich zum Schluß doch in den gefährlichen Dschungel, in das Gestrüpp der Konvention, des Üblichen begeben; Wenn man etwas definitives, charakteristisches über Uwe sagen kann, dann:
Der Kerl hat Humor, und das reichlich. Und ebenso ist eine zentrale, benennbare Eigenschaft seine Großzügkeit. Deshalb bin ich mir mehr als sicher, das Uwe diesen Beitrag in der einzig korrekten Haltung genießt: nämlich lachend.
Ebenso sicher ist, das Uwe das Feiern seines Geburtstages noch mehr genießt, wenn damit auch jeder der hier Anwesenden gefeiert wird.
Zum Abschluß noch das Zitat eines großen Malers: Ist das etwa nicht alles die Illusion einer Illussion?
Ich wage das absolut zu bezweifeln!!. Aber ich will jetzt nicht schon wieder anfangen. Und deshalb
wird dieses Zitat das Thema eines Textes zu Uwes 51. Geburtstag.
Bis dahin wünsche ich Uwe Bartholomäe : ALLES LIEBE.
Und das er bei seiner Reise durch die Unendlichkeit und Ewigkeit, bei jedem seiner einzelnen Schritte von glücklichen, reichen, taterfüllten Erfahrungen begleitet wird.
(So sei es!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!)
Nun etwas ganz, ganz anderes

Bert bfiehlt, ich soll üben!

